“Ab ins Beet!” – kaum gehen die Temperaturen nach oben, beginnt für Gartenbesitzer das große Sägen, Mähen, Harken und Graben. 
Ein Unfall im Garten kann die Wochenendbeschäftigung aber schnell vermiesen. 
Mit einfachen Tipps lassen sich diese Unfälle aber vermeiden. Außerdem: Was sind die Besonderheiten bei unliebsamen Zeckenbissen und worauf ist zu achten?  
Der eigene Garten ist ein beliebter Erholungsort nach einer stressigen Arbeitswoche und Gartenarbeit gilt als willkommener Ausgleich zum stressigen Berufsalltag. Deshalb betrachtet sie der Hobbygärtner auch nicht als “Arbeit” im eigentlichen Sinn, was die Gefahr, leichtsinnig zu agieren, erhöht. Wer aber schon einmal in schwindelerregender Höhe bei 30 Grad Mittagshitze eine Hecke begradigt hat, weiß, wie schweißtreibend und gefährlich Gartenarbeit sein kann. 
Neben Ungeziefer und Unkraut lauern unzählige Gefahren auf den ambitionierten Garten-Liebhaber: Von der Leiter, über die Heckenschere bis hin zum Rasenmäher.

Unfälle im Garten – so vermeiden Sie diese:

  • Fast 50% der Gartenunfälle sind Schnitt- und Stichverletzungen. Tragen Sie daher grundsätzlich festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe. Vor allem beim Rasenmähen passieren immer wieder schwere Unfälle. Niemals in Sandalen oder barfuß mähen.
  • Reparieren und säubern Sie den Rasenmäher nur bei ausgeschaltetem Motor und gezogenem Netzstecker. Vergessen Sie nie, dass der Rotor noch einige Sekunden nachläuft.
  • Entfernen Sie keine Schutzvorrichtungen, jeder vierte Unfall bei der Gartenarbeit ist ein Sturz. Achten Sie darauf, dass eine Leiter sicher steht und die Sprossen trittfest sind. Morsche Holzleitern gehören entsorgt.
  • Rollen Sie den Gartenschlauch nach dem Wässern wieder auf, um Stolpern zu verhindern. Achtung: Nasses Gras kann schnell eine gefährliche Rutschpartie verursachen.
  • Überprüfen Sie Ihren Tetanus-Impfschutz. Bei der Gartenarbeit verletzt man sich leicht; selbst kleinste Hautwunden können zu einer Infektion mit Bakterien führen.
  • Schonen Sie Rücken und Gelenke. Vermeiden Sie eine gebückte Arbeitshaltung und nutzen Sie Hebe- und Tragehilfen (z.B. Sackkarren) für den Transport von Gartenkübeln, Säcken mit Blumenerde etc. Im Fachhandel gibt es spezielle Knieschoner und Sitze für die Gartenarbeit. Achten Sie darauf, dass die Geräte gut in der Hand liegen und Ihrer Körpergröße angepasst sind.
  • Tragen Sie wettergerechte Kleidung und schützen Sie sich vor der Sonne. Ein Hut hilft, einem Sonnenstich vorzubeugen.
  • Prüfen Sie genau, ob der Einsatz von Gartenchemikalien (Pflanzenschutz- und Düngemittel, Unkrautvernichter etc.) wirklich erforderlich ist. Erkundigen Sie sich nach gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen Alternativen. Verwenden, lagern und entsorgen Sie Gartenchemikalien nur streng nach Anleitung. Halten Sie Kinder von Gartenchemikalien und -gerätschaften fern.
  • Heuschnupfen-Allergiker sollten ihren Rasen vor der Gräserblüte Anfang bis Mitte Mai mähen und immer ganz kurzhalten. Anstelle von pollenstarken Pflanzen wie Birke und Hasel sollten sie Rosen, Lippenblütler wie Lavendel und Salbei sowie Kletterpflanzen anbauen.

Achtung Zecken! Sie stechen auch im Garten

Die Zecke wartet in Wäldern, Gebüschen und im Unterholz darauf, abgestreift zu werden. Aber auch im heimischen Garten – wobei dieses Risiko im Vergleich zum Zeckenbiss beim Waldspaziergang häufig unterschätzt wird. Laut dem Robert-Koch-Institut sind die definierten Risikogebieten für Zecken v. a. Bayern und Baden-Württemberg sowie einige Regionen im südlichen Teil Hessens und in Teilen Thüringens.
Zecken können FSME und Borreliose übertragen. Laut des „Borreliose und FSME Bundes Deutschland (BFBD)“ erkranken in Deutschland alleine an einer Borreliose rund 60.000 Menschen pro Jahr. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann zu einer dauerhaften Invalidität führen: Die chronische Borreliose kann zu degenerativen Zerstörungen von betroffenen Organen führen und bleibende Schäden verursachen.
Unser Tipp für die Gartenarbeit: Benutzen Sie Insektenschutzmittel und tragen Sie helle Kleidung, denn darauf sind die Tiere besser zu sehen. Bedecken Sie Arme und Beine. Kontrollieren Sie Ihren Körper nach der Gartenarbeit auf Zecken. Gegen FSME sollten Sie geimpft sein.
Falls trotzdem einmal etwas passiert, sorgt eine private Unfallversicherung dafür, dass Sie sich zumindest finanziell keine Sorgen machen müssen. Während eine Gartenhilfe ohnehin per Gesetz unfallversichert sein muss, sind Hobbygärtner nicht gesetzlich versichert. 
Eine private Unfallversicherung gibt Hobbygärtnern hier ein Mehr an Sicherheit.

Leistet die Unfallversicherung auch bei Infektionen durch Zeckenstiche?

Infektionen gelten laut der traditionellen Definition nicht als Unfall. Dies gilt jedoch nicht für die Unfallprodukte der DBV/AXA, dem langjährigen Kooperationspartner des dbb vorsorgewerk: Aufgrund des steigenden Invaliditätsrisikos nach einem Zeckenstich erstreckt sich der Versicherungsschutz der Risiko-Unfallversicherung der DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung, auch auf Infektionen durch Zeckenstiche und deren Folge­erkrankungen.

Unser Tipp für dbb-Mitglieder und ihre Angehörigen: Neben der lebenslangen umfassenden Absicherung gegen die finanziellen Folgen von Unfällen profitieren dbb-Mitglieder zusätzlich von 3% Beitragsnachlass über das dbb vorsorgewerk.
>>> Unfälle im Garten: mehr Infos zum passenden Versicherungsschutz"


Quelle: dbb vorteilswelt, URL: https://www.dbb-vorteilswelt.de/aktuelles-unfaelle-im-garten/