Samstag, 16. November 2019

dbb jugend: Umweltseminar - "Plogging", schon mal gehört?

dbb jugend: Umweltseminar - "Plogging", schon mal gehört?

"Umweltseminar

Plogging – schon mal gehört?


Nachhaltigkeit: Ein Modewort, das die Industrie gerne für ihre Zwecke nutzt. 
„Wir sind bei unserem dreitägigen Umweltseminar im grünen und herbstlichen Königswinter um Einiges schlauer geworden“, berichtet der Seminarleiter, dbb jugend Vize Florian Schütz, von dem Workshop, zu dem vom 11. bis 13. Oktober 2019 junge Gewerkschafter aus ganz Deutschland zusammenkamen.
„Die Journalistin und Bloggerin Anita Horn brachte uns auf Kurs, um klar zu machen, dass jeder Mensch, insbesondere auch die Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst, einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten können“, berichtet Schütz weiter. 

„Wir hörten Beeindruckendes und Beängstigendes. Von tollen Ideen der Industrie oder engagierten Projekten in der Nachbarschaftshilfe bis hin zum ‚earth overshoot day‘ und den Folgen des Fleischkonsums. Eins ist klargeworden: Jeder kann und muss etwas tun, um auch der dbb jugend-Generation im Jahre 2050 eine ausgewogene und gesunde Umwelt zuzusichern. Und die Lösung kann an vielen Stellen so einfach sein. 
Verzicht auf die Brötchentüte, einmal weniger Fleisch essen in der Woche, den Zug nutzen, Waren unverpackt kaufen und im selbstgemachten Bienenwachstuch transportieren, Labels und Aufdrucke kennen und hinterfragen sowie selbst kochen mit lokalen oder eigenen Zutaten. Letzteres brachte uns Angela Anderson von Angelas Drachenkräutergärtchen bei. Bei einer Wanderung mit ihr auf dem Drachenfels in der Nähe des Schlosses Drachenburg lernten wir viele lokale Kräuter kennen und ernteten diese. Das anschließend zubereitete Wildkräuter-Pesto machte den Teilnehmenden Lust auf noch mehr Lokalität. 
„Bei unserer Plogging-Aktion – einer Kombination aus Jogging und Abfall sammeln – haben wir dann nicht nur fünf Säcke Müll von den Straßen und Wegen geholt, sondern die Menschen in Königswinter hoffentlich auch zum Nachdenken und Nachmachen angeregt.“
Die zehn Workshop-Teilnehmenden sind nun bereit für eine nachhaltigere Zukunft und gingen allesamt mit guten Vorsätzen und festgelegten Zielen auf die Heimreise. 

„Schlechte Versprechen und Mogelpackungen gibt es nämlich schon genug, wie zum Beispiel ein von uns für den goldenen Windbeutel nominierter Adventskalender, der mehr Müll als Inhalt enthält. Unsere Ziele hingegen sind einfach, aber effektiv. 
Sei es weniger Fleisch, weniger Flugreisen oder mehr faire Kleidung. 
Jeder kann etwas tun“, so Schütz." 

Quelle: t@cker 11/2019, S. 4

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