#EKR23: dbb und BDZ-Auftaktveranstaltung in Dortmund beim BDZ BV Westfalen
Im Jahr 2023 werden die Tarifverhandlungen auf Bundesebene geführt werden.
Und das in der nächsten großen Krise in Europa - Krieg, Inflation, Energiekostenexplosion, Klimawandel...
Es werden kämpferische Auseinandersetzungen vorhergesagt. Insbesondere, weil es angesichts der hohen Inflation zu einer deutlichen Gehaltsanpassung kommen muss.
Der dbb und der BDZ haben in den sog. Branchentagen den Auftakt der Vorbereitung für die Tarifverhandlungen eingeläutet - bei der Zollverwaltung in Westfalen, am Hauptzollamt Dortmund beim BDZ BV Westfalen:
Auf dem Bild: Stefan Walter, Vorsitzender des BDZ BV Westfalen und Vorsitzender des ÖPR beim HZA Dortmund
Die Einkommensrunde für die Beschäftigten von Bund und
Kommunen beginnt Anfang 2023.
Beim HZA Dortmund starteten am 6.
September 2022 die dbb Branchentage, bei denen mögliche Forderungen
diskutiert werden.
„Mitreden, mitarbeiten, mitentscheiden“ – so die Devise
des dbb, was insbesondere auch für die Branchentage gilt. Bundesweit
finden, wie schon in den letzten Jahren zuvor, im Vorfeld der
TVöD-Einkommensrunde 2023 sogenannte Branchentage statt. Bis zur Sitzung
der Bundestarifkommission am 11. Oktober 2022, die die Forderung zur
Einkommensrunde beschließt, wird das Ziel der Branchentage sein, dass
der dbb mit den Beschäftigten denkbare Forderungen zur Einkommensrunde
erörtert und diskutiert.
Den Dortmunder Branchentag, der im Rahmen einer aktiven
Mittagspause beim HZA Dortmund stattgefunden hat, eröffnete Volker
Geyer, dbb Fachvorstand Tarifpolitik und stellv. dbb Bundesvorsitzender
gemeinsam mit Stefan Walter, Vorsitzender des BDZ Westfalen und des
örtlichen Personalrats. Adelheid Tegeler, stellv. Bundesvorsitzende des
BDZ und Mitglied der dbb Bundestarifkommission war ebenfalls vor Ort und
ergänzte die Runde mit den Erfahrungen aus den letzten
Einkommensrunden.
In seinen einleitenden Worten machte Volker Geyer
deutlich, dass die Einkommensrunde mit Bund und Kommunen nur gemeinsam
mit den Beschäftigten erfolgreich gestaltet werden kann. Daher seien die
Branchentage ein sehr gutes Instrument, um die Stimmung an den
Dienststellen aufzugreifen. Die Teilnehmenden diskutierten, welche
Probleme ihren Arbeitsalltag bestimmen. Der Personalmangel in der
Zollverwaltung stand hierbei deutlich im Vordergrund.
Den Dortmunder Zöllnerinnen und Zöllnern ist durchaus
bewusst, dass die anstehende Tarifverhandlung kein „Selbstläufer“ sein
wird. Der Ukrainekrieg, die zu erwartende wirtschaftliche Situation, die
mächtig steigenden Energiepreise und die aktuellen Zahlen zur Inflation
sowie die unge¬wisse pandemische Lage werden die Einkommensrunde im
nächsten Jahr stark beeinflussen. Die Forderung nach einer linearen
Entgelt- und Besoldungserhöhung sowie deutliche Einmalzahlungen standen
bei den Beschäftigten im Fokus, aber auch weitere mögliche Entlastungen
und Erleichterungen wurden in Dortmund rege diskutiert. Welche Rolle
hierbei die Entlastungspakete der Bundesregierung spielen, wird sich am
Verhandlungstisch zeigen.
Stefan Walter (BDZ Westfalen) wies in der Debatte darauf
hin, dass der Erfolg der Einkommensrunde und damit auch die Akzeptanz in
der Belegschaft stark von der Laufzeit des Tarifvertrages abhängen
wird. Aufgrund der dynamischen und nicht vorhersehbaren Entwicklung in
Deutschland sollte -unter Berücksichtigung der Forderungen- eine kurze
Laufzeit angestrebt werden.
„Die Kolleginnen und Kollegen haben hohe Erwartungen,
zeigen sich aber gleichermaßen aktionsbereit“, fasste Volker Geyer die
Diskussion zusammen. „Die Einkommensbedingungen der Beschäftigten müssen
dringend verbessert werden. Denn alle wissen: Ohne den öffentlichen
Dienst läuft in Deutschland nichts! Das gilt auch und besonders in
Krisenzeiten.“
Die Verhandlungen starten am 24. Januar 2023 in Potsdam.
Die zweite Runde findet am 22. und 23. Februar 2023 statt und die
Abschlussrunde geht vom 28. bis 30. März 2023. „Ob wir dabei erfolgreich
sein werden, entscheidet sich bundesweit. Nur wenn wir geschlossen und
gut sichtbar auftreten, können wir in schwerer Zeit ein gutes Ergebnis
erzielen.“ Mit diesen Worten schwor dbb Tarifchef Volker Geyer beim
Start der Branchentage in Dortmund die Mitglieder der Deutschen Zoll-
und Finanzgewerkschaft (BDZ) aus dem Hauptzollamt Dortmund auf die
kommenden Monate ein.
Am Ende der Veranstaltung sagte der BDZ Westfalen die
volle Unterstützung bei etwaigen Streikmaßnahmen und Protestkundgebungen
zu, sollten die Verhandlungen es erfordern. Stefan Walter wörtlich:
„Wenn unsere Stimme in Berlin notwendig ist, stehen unsere Mitglieder
bereit“. Die Dortmunder Beschäftigten, die am Branchentag teilgenommen
haben, waren mit der Veranstaltung zufrieden und gaben ein positives
Feedback."
Quelle: BDZ, URL: https://www.bdz.eu/medien/nachrichten/detail/news/dbb-branchentage-in-dortmund-erfolgreich-gestartet-mitreden-mitarbeiten-mitentscheiden-1.html
Weiterführender Link: dbb, URL: https://www.dbb.de/artikel/einkommensrunde-von-bund-und-kommunen-branchentage-gestartet.html