Donnerstag, 20. Januar 2022

BDZ im HPR beim BMF: Whistleblowerschutz in der Zollverwaltung in Vorbereitung

BDZ im HPR beim BMF: Whistleblowerschutz in der Zollverwaltung in Vorbereitung

Die BDZ-Fraktion im Hauptpersonalrat beim BMF berichtet über die Inhalte der Januar 2022-Sitzung:

"Hinweisgeberschutz in Vorbereitung

Im Rahmen des 13. Erfahrungsaustausches der Ansprechpersonen für Korruptionsprävention und Sponsoring im Zuständigkeitsbereich des
Bundesministeriums der
Finanzen am 4. November 2021 war ein wesentlicher Punkt das noch in Vorbereitung befindliche nationale Hinweisgeberschutzgesetz.
Grundlage für dieses Gesetz ist
eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2019. Diese EU-Richtlinie dient dem Schutz von Personen, die
Verstöße gegen das Unionsrecht
melden. Auftretende Gefährdungen oder Schädigungen des öffentlichen Interesses bzw. des Unionsrechts sollen ohne mögliche Repressalien
für Hinweisgeber gemeldet werden
können. Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, diese EU-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Hierfür ist die Frist am 17. Dezember 2021 ausgelaufen.
Die derzeitige Bundesregierung
will die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht rechtssicher und praktikabel gestalten.
Dabei sollen auch Verstöße gegen
nationale Vorschriften oder sonstiges erhebliches Fehlverhalten, dessen Aufdeckung im besonderen öffentlichen Interesse liegt, im so
genannten Hinweisgeberschutzge
setz Berücksichtigung finden.
Das
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz arbeitet zurzeit an einem entsprechenden Gesetzentwurf. Für den Bereich des Bundesministeriums der Finanzen
soll die Umsetzung der EU-Richt
linie umgehend erfolgen. Hierzu werden interne Meldestellen für Hinweisgeber, auch im nachgeordneten Bereich, eingerichtet.
Für
den Hauptpersonalrat ist dabei von besonderer Bedeutung, dass die
Bestimmungen des Datenschutzes
eingehalten und mögliche Repressalien für interne Hinweisgeber ausgeschlossen sind. Wir werden weiter zum Sachstand berichten."

Quelle: BDZ, PersonalräteKOMPAKT, HPR-Info 01/2022, S. 3, URL:
https://bdz-dev.de/fileadmin/dokumente/Medien/Personalraete_kompakt/Kompakt_2022/220114_HPR.pdf 


 

dbb-Bundesvorsitzender Silberbach: "Eine Impfpflicht ohne Kontrolle wird zum Papiertiger"

dbb-Bundesvorsitzender Silberbach:
"Eine Impfpflicht ohne Kontrolle wird zum Papiertiger"

dbb newsletter Nr. 5/2022:

"dbb Chef Ulrich Silberbach:

„Eine Impfpflicht ohne Kontrolle wird zum Papiertiger“

Ein Impfpflicht kann nur mit ausreichend Personal und entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten umgesetzt, mahnt der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach.

„Wenn die Politik eine Impfpflicht beschließt, muss sie dafür sorgen, dass es ausreichend Personal für Kontrollen und Sanktionen gibt. Andernfalls wird der Riss in unserer Gesellschaft noch tiefer“, schreibt Silberbach in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (online am 16. Januar 2022). Im März soll der Deutsche Bundestag über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht entscheiden. Bundeskanzler Olaf Scholz will sie, gibt die Entscheidung aber frei, weil es in der FDP starke Zweifel gibt. Die Ampelkoalition hat also keine sichere eigene Mehrheit. Da CDU und CSU die Impfpflicht aber vehement fordern, gilt die Zustimmung des Parlaments als sehr wahrscheinlich.

„Aus Sicht der Beschäftigten des öffentlichen Diensts, mindestens von Polizei, Justiz, Ordnungsämtern und allgemeiner Verwaltung, stellt sich die Frage, wie eine allgemeine Impfpflicht denn überhaupt umgesetzt werden soll. Millionen Bürger sollen kontrolliert und eine möglicherweise Millionen zählende Minderheit sanktioniert werden? Deutschland ist weder personell noch bezüglich seines Digitalisierungsstandes auf eine solche Aufgabe vorbereitet“, warnt der dbb Chef. „Schon viel zu lange gibt es für viel zu viele staatliche Aufgaben zu wenig qualifiziertes Personal. Die Voraussetzungen für die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht sind nicht ansatzweise gegeben. Eine Pflicht ohne Kontrollen und Sanktionen wird ein Papiertiger bleiben. Es stellt sich also die entscheidende Frage, ob der Gesetzgeber überhaupt Gesetze erlassen sollte, bei denen von vornherein klar ist, dass sie nicht administrierbar sind.“

Die Impfpflicht wäre bei weitem nicht das erste Gesetz, so Silberbach weiter, das an seiner Umsetzung scheitere. Allzu oft würden Bund und Länder Gesetze erlassen, die zu „Wirklichkeitskollisionen“ führen und damit in ihrer Wirksamkeit verpuffen. Beispielsweise würden individuelle Leistungsansprüche formuliert, die aber aufgrund einer mangelhaften Informationspolitik weitgehend unbekannt seien und deshalb nicht wahrgenommen würden. „Immer wieder ist von Bürokratie die Rede. Die Verwaltung schafft diese aber nicht; vielmehr erleidet sie wie die Bürger schlecht gemachte Gesetze. In vielen Fällen sind solche zu wenig durchdachten Rechtsakte harmlos, manchmal amüsant, schlimmstenfalls ärgerlich.
Im Falle der allgemeinen Impfpflicht wird die klaffende Lücke zwischen Regelungswunsch und effektiver Regelbarkeit aber zu einem Riss werden, der mitten durch die Gesellschaft geht“, warnte der dbb Bundesvorsitzende.

Seit Jahren sei eine immer stärkere Verrohung der Gesellschaft sowie zunehmende verbale und physische Übergriffe gegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu beobachten. „Wie würde sich die allgemeine Impfpflicht in dieser Hinsicht auswirken? Ihre rechtlichen Grundlagen mögen zweifelsfrei und verfassungsfest zu schaffen sein. Wie aber werden sich Kontrollen und Sanktionierungen auf die längst überbordende Aggression und Gewaltbereitschaft von Teilen der Bevölkerung auswirken?
Wer schützt die Kollegen des öffentlichen Dienstes, wenn sie Mitmenschen gegenübertreten, die den Staat für eine dunkle Macht halten, gegen die es sich in ihrem völlig verzerrten Weltbild mit allen Mitteln zu verteidigen gilt? Auf diese Fragen muss die Bundesregierung, müssen alle Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht klare und verbindliche Antworten liefern“, forderte Silberbach.
„Findet die Politik keine überzeugenden Antworten, muss sie von der allgemeinen Impfpflicht lassen und andere Wege finden, die Ängstlichen und Zögernden zu überzeugen.“

Quelle: dbb newsletter Nr. 5/2022 


 

dbb-Bundesvorsitzender Silberbach: Wer Menschen angreift, die unseren Staat []... repräsentieren, grift uns alle an."

dbb-Bundesvorsitzender Silberbach: Wer Menschen angreift, die unseren Staat []... repräsentieren, grift uns alle an." 

Die dbb jugend nrw teilt das Zitat des dbb-Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach zu den Spaziergängern und Protestlern gegen die COVID-19-Pandemiemaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen und der Durchsetzung durch Polizei, Ordnungsämter, Gesundheitsämter und andere Behörden...


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: dbbjnrw auf twitter.com, URL: https://twitter.com/dbbjnrw/status/1482768294838996995?t=aWHKwglvPMqD9ydFp9tgmQ&s=09

Samstag, 15. Januar 2022

BDZ zur dbb-Jahrestagung 2022: Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu einem modernen und digitalisierten öffentlichen Dienst

BDZ zur dbb-Jahrestagung 2022: Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu einem modernen und digitalisierten öffentlichen Dienst

Am 10.1.2022 stand die dbb-Jahrestagung online statt:

"dbb Jahrestagung

Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu einem modernen und digitalisierten öffentlichen Dienst

Unter dem Motto „Einfach machen – Investition und Innovation für unser Land“ fand am 10.01.2022 die Jahrestagung des dbb beamtenbund und tarifunion statt. Angesichts der angespannten pandemischen Lage hatte sich der dbb dazu entschieden, die dbb Jahrestagung 2022 kurzfristig im digitalen Format umzusetzen.
Auf der Jahrestagung wurde diskutiert, wie die neue Regierung die großen Herausforderungen wie z.B. die Corona-Pandemie, digitaler Wandel, Klimaschutz und Zuwanderung bewältigen will und wie sie sich zur Rolle des öffentlichen Dienstes positioniert, ohne den diese Herausforderungen nicht zu bewältigen sein werden.
Insbesondere die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und der neue Bundesfinanzministers Christian Lindner (FDP) stellten dar, wie sie den öffentlichen Dienst unter der Überschrift des Regierungsprogramms „Mehr Fortschritt wagen“ weiterentwickeln wollen. Sowohl Faeser als auch Lindner brachten dabei ihre Wertschätzung für den öffentlichen Dienst zum Ausdruck. Faeser machte deutlich, dass die neue Bundesregierung viele Etappen des Regierungsprogramms gemeinsam mit dem dbb erarbeiten wolle.
Lindner versprach: Sie haben auch in dieser neuen Bundesregierung eine Stimme.
Sie finden auch hier Unterstützung für Ihre Anliegen. Dabei machte Lindner jedoch auch darauf aufmerksam, dass vor dem Hintergrund des Verzichts auf Steuererhöhungen und die für 2023 geplante Wiedereinführung einer unveränderten Schuldenbremse die finanziellen Spielräume begrenzt sind.

Der dbb Bundesvorsitzende, Ulrich Silberbach, stellte in seiner einleitenden Rede die Herausforderungen für den öffentlichen Dienst dar. Mit der Digitalisierung, ökologischen Transformation der Wirtschaft und Klimaschutz, Zuwanderung, Bildung, sozialem Wandel und Zusammenhalt umriss er die Handlungsfelder, die es zu bestellen gilt. Die Zukunftsaufgaben in diesen Bereichen werden ohne einen personell und technisch aufgabengerecht ausgestatteten leistungsfähigen und motivierten öffentlichen Dienst nicht zu bewältigen sein.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser

Bundesinnenministerin Faeser brachte zum Ausdruck, dass das Ziel einer Modernisierung und Digitalisierung des Landes nur mit einem starken öffentlichen Dienst verwirklicht werden kann. Anhand zahlreicher Diskussionspunkte machte sie deutlich, wie dies in den nächsten vier Jahren erreicht werden soll, von denen wir hier einige wichtige Punkte herausgreifen.

Verantwortung der Tarifpartner

Faeser lobte zunächst die Rolle des öffentlichen Dienstes bei der Bewältigung der Pandemie. Sie machte deutlich, dass es nicht nur beim Applaus und Lob für die Beschäftigten bleiben kann und Handlungsbedarf bei der nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Beseitigung der Belastungssituation besteht.

Gewalt gegen Beschäftigte

Faeser kündigte an, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zukünftig besser gegen Gewalt geschützt und Täter konsequent zur Verantwortung gezogen werden müssen.
Zur Stärkung der Prävention sollen konkrete Handlungsschritte aus der gemeinsam mit dem dbb durchgeführten aktuellen Studie abgeleitet werden. „Wir werden gemeinsam sehr konkrete Handlungsmechanismen entwickeln, damit die Bediensteten besser geschützt werden.“

Digitaler Aufbruch

Für Faeser lautet im Hinblick auf die Digitalisierung der zentrale Satz: „Die Modernisierung des Staates gelingt nur mit einem starken öffentlichen Dienst.“
Das BMI wolle hierbei Vorreiter, Antreiber und auch Gestalter sein.

41-Stunden-Woche

Bei der langjährigen Forderung von dbb und BDZ nach einer Rückführung der Wochenarbeitszeit signalisierte Faeser Gesprächsbereitschaft. Zwar verwies sie darauf, dass die Frage vor dem Hintergrund des Personalanstiegs auf 5 Millionen öffentliche Bedienstete und dem vom dbb geltend gemachten Bedarf an weiteren rund 300.000 Einstellungen diskutiert werden müsse. Ziel sei es, dass mehr Stellen zu spürbarer Entlastung führen.
Sie versprach jedoch einen sehr, sehr guten Austausch mit dem dbb und das Thema anzugehen. „Da gibt es sicherlich auch gute Ansätze über Lebensarbeitszeitkonten und andere Themen, wo wir bei der Belastung der Bediensteten mit der 41-Stunden-Woche etwas Positives erreichen können.“, sagte Faeser hierzu.

Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage

Faeser machte deutlich, dass gerade dort, wo Beamtinnen und Beamte besonderen Belastungen ausgesetzt sind wie z.B. durch die Konfrontation mit Gewalt bei Demonstrationen und durch Schichtdienst, die Arbeitsbedingungen stimmen müssen. Deshalb sei es ihr ein besonderes Herzensanliegen, dass diese BeamtInnen einen Ausgleich für diese besondere Belastung auch in der Pension spüren. Deshalb will sie erreichen, dass als eine Form der Anerkennung für die besondere Belastung die Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage wiederhergestellt wird.

Der Wettbewerb um die besten Köpfe

Abschließend zeigte sie sich entschlossen, den Wettbewerb um die besten Köpfe im öffentlichen Dienst gewinnen zu wollen, indem der öffentliche Dienst mit verbesserten Arbeitsbedingungen, verbesserter Ausstattung und auch mit Haltung und Respekt vor dieser wertvollen Aufgabe für junge Menschen attraktiver gemacht wird.

Bundesfinanzminister Christian Lindner

Der neue Bundesfinanzminister Lindner ging in seiner Rede auf die folgenden weiteren Punkte ein:

Berufsbeamtentum

Bundesfinanzminister Lindner machte vor dem Hintergrund der Diskussion um das Berufsbeamtentum deutlich, dass sich die neue Bundesregierung zum Alimentationsprinzip bekennt und nicht beabsichtigt, das Berufsbeamtentum zu verändern oder in seiner Bedeutung zu schwächen.

Aufstiegsmöglichkeiten, leistungsgerechte Besoldung und Besoldungsentwicklung

Lindner sprach sich für eine leistungsgerechte Besoldung und auch Besoldungsentwicklung aus. Darüber hinaus müsse es faire Aufstiegschancen für BeamtInnen geben.

Arbeitsbedingungen

Aus Sicht von Lindner müssen die besten technischen, sachlichen und personellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Beschäftigten im Dienst erfolgreich motiviert arbeiten können.

Krankenversicherung

Die Bundesregierung will an der Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung festhalten und keine Bürgerversicherung einführen. Erwägungen dazu, dass BeamtInnen in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, hätten keinen Eingang in das Regierungsprogramm gefunden. Andernfalls würden die besondere Bedeutung des Berufsbeamtentums und die Bedeutung der Bausteine des Berufsbeamtentums für die weitere Attraktivität dieses für den deutschen Staat so wichtigen Berufsfelds verkannt.

Finanzielle Spielräume vor dem Hintergrund des Verzichts auf Steuererhöhung und Greifen der Schuldenbremse ab 2023

Lindner machte jedoch deutlich, dass die finanziellen Spielräume der neuen Bundesregierung eingeschränkt sind. Es gebe eine klare Prioritätensetzung der neuen Bundesregierung:
Wir verzichten auf Steuererhöhungen und die Schuldenbremse des Grundgesetzes gilt ab 2023 wieder. Wer Schwerpunkte setzen will, müsse auf der anderen Seite bei begrenzten finanziellen Spielräumen sagen, dass eben nicht alles, was wünschenswert ist, sofort geht. Das bedeutet, wenn man dann investieren will, den Staat handlungsfähig machen will, muss anderes zurückstellen. Ich werde, was möglich ist, in meinem Bereich tun, um die notwendigen und sinnvollen Vorhaben zu finanzieren.

In einer Situation, in der in die Zukunft investiert werden muss und gleichzeitig die finanziellen Spielräume enger werden, müssten Schwerpunkte gesetzt werden. Diese Schwerpunkte sieht Lindner im Bereich zukünftiger Technologien und bei der Ertüchtigung unseres Staats, bei der Stärkung des öffentlichen Dienstes und der Kernaufgaben von Staatlichkeit. Er sei zutiefst davon überzeugt, „dass wir im Bereich der Sicherheit, ich denke an Polizei, aber auch Bundeswehr und Zoll, im Bereich der Bildung, im Bereich der öffentlichen Verwaltung und ihrer Digitalisierung und so weiter und so fort viele Aufgaben vor uns haben, die Mittel erfordern. Und das bedeutet, dass an anderen Stellen, wo Konsumaufgaben, wo möglicherweise Umverteilungsvorhaben geplant sind, dass wir dort zunächst einmal die politischen Entscheidungen auf eine weitere Zukunft vertagen müssen.

Gewerkschaftliche Einschätzung

Der BDZ begrüßt die deutliche Positionierung von Bundesinnenministerin Faeser und Bundesfinanzminister Lindner zugunsten einer Stärkung des öffentlichen Dienstes und Fortführung der positiven Zusammenarbeit mit dem dbb und seinen Mitgliedsgewerkschaften.

Positiv ist zu sehen, dass bei den gesetzgeberischen Maßnahmen zur Sicherstellung der amtsangemessenen Alimentation auf Bundesebene ein neuer Anlauf gemacht werden soll.
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetz konnte die Großen Koalition hier keine Einigung erzielen. Der BDZ wird auch das neue Gesetzgebungsverfahren mit dem Ziel einer amtsangemessenen Alimentation der BundesbeamtInnen eng begleiten.

Ebenfalls ist es aus Sicht des BDZ zu begrüßen, dass das Berufsbeamtentum mit seinen einzelnen Bausteinen sowie das duale System aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung nicht in Frage gestellt wird.

Weiterhin begrüßt der BDZ, dass Lindner eine Verbesserung der Aufstiegsmöglichkeiten für BeamtInnen in Aussicht stellt. Hier sehen wir eine gute Basis, um die vom BDZ formulierten Vorstellungen einer Modernisierung des Laufbahnrechts umzusetzen.

Darüber hinaus besteht aufgrund der Zusage von Bundesinnenministerin Faeser, das Problem der Arbeitszeit angehen zu wollen, die Perspektive, dass das Bundesinnenministerium in dieser Frage nicht mehr auf Zeit spielt.
Der BDZ kritisiert den jahrelangen Stillstand bei der Frage zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit von Bundesbeamten/innen. Der Diskussion über die Abschmelzung der wöchentlichen Arbeitszeit ist bereits die vorangegangene Bundesregierung durch immer wieder neue Scheinargumente aus dem Weg gegangen.

Der BDZ Bundesvorsitzende, Dieter Dewes, zieht ein überwiegend positives Fazit.
Ich sehe zahlreiche Ansatzpunkte für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung. Wir haben damit eine Basis, um unsere Vorstellungen von einem modernen Zoll in die Umsetzung des Regierungsprogramms der Ampel-Koalition zugunsten der Beschäftigten in der Zollverwaltung, des ITZBund und des BZSt einzubringen.
Wir werden darauf drängen, dass die von Bundesfinanzminister Lindner angesprochene Schwerpunktsetzung wie von ihm bereits angedeutet auch zugunsten des Zolls erfolgen wird.

In der nächsten Ausgabe des BDZ magazins werden wir weiter über die dbb Jahrestagung berichten."

Quelle: BDZ, URL: https://www.bdz.eu/medien/nachrichten/detail/news/bekenntnis-der-neuen-bundesregierung-zu-einem-modernen-und-digitalisierten-oeffentlichen-dienst.html


 

 

Samstag, 8. Januar 2022

t@cker 12/2021 erschienen

t@cker 12/2021 erschienen

"Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leute!

„Wie smart ist der Staat?“, fragt t@cker – dbb jugend magazin für junge Leute im öffentlichen Dienst in seiner Dezember-Ausgabe. „Mit Blick auf Digitalisierung im Allgemeinen und das Onlinezugangsgesetz (OZG) im Besonderen derzeit noch nicht so wahnsinnig smart, leider", antwortet dbb jugend Chefin Karoline Herrmann im Editorial. Die t@cker-story erläutert die aktuelle Lage in diesen Dingen, und dbb jugend Vize Philipp Mierzwa beschreibt im Leitartikel, dass es bei der digitalen Transformation der Verwaltung auch auf jede und jeden selbst ankommt.

„Was die neue Bundesregierung in Sachen smarter Staat wuppen wird, werden wir sehen", sagt Herrmann und nimmt den aktuellen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder in den Blick: „Ein deutliches Signal für einen modernen öffentlichen Dienst der Zukunft hatten sich wie wir viele von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für die Beschäftigten im Landesdienst erhofft. Jetzt haben wir einen Abschluss. Es ist ein den Umständen entsprechender Kompromiss, der mit einer anständigen Corona-Sonderzahlung einen finanziellen Lichtblick bietet, der allerdings, was handfeste Perspektiven angeht, noch viel Luft nach oben hat. Da werden wir massiv am Ball bleiben und klarmachen: Wer Beschäftigte gewinnen und halten will, muss definitiv mehr tun. Warme Worte und Sonntagsreden waren gestern, jetzt, wo hunderttausende Beschäftigte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen und Nachwuchs gebraucht wird, müssen handfeste Attraktivitätssteigerungen auf finanzieller und struktureller Ebene her", macht die dbb jugend Chefin deutlich.

In der aktuellen Ausgabe berichtet das dbb jugend magazin insbesondere über die Einigung mit der TdL (t@cker-ticker), im t@cker-fokus schauen junge Lehrerinnen und Lehrer mal durch die VR-Brille und bewerten den Einsatz von Virtual und Augmented Reality im Schulalltag. Die t@cker-tipps informieren über eine aktuelle Jugendstudie, die zeigt: Rente und Klima bereiten den jungen Menschen die größten Sorgen - abgesehen vom Corona-Schock...

t@cker – das dbb jugend magazin:
 Digital lesen unter www.tacker-online.de oder die gesamte Ausgabe als PDF-Version mit Klick auf den Banner herunterladen.

 

 



 

Leitartikel

Digitalisierung braucht Dich!

Einkommensrunde Landesdienst: Einigung in Potsdam
Guter Kompromiss - aber Investitionen in junge Menschen bleiben ein Muss

Regierungswechsel
Koalitionsvertrag - noch viel zu tun

Onlinezugangsgesetz & Co
Wie smart ist der Staat?

Virtual und Augmented Reality
Wilde Welten und eine Fahrt in die Zukunft

inside
Nordrhein-Westfalen: Endlich wieder vereint - Landesjugendausschuss tagt in Präsenz

Jugendstudie
Klima und Rente sind die Zukunftssorgen - nach dem Corona-Schock

dbb vorteilsClub
Geschenke mit Rabatt und noch viel mehr"



BDZ vor Ort: Dienststellenbesuch des HPR-Vorsitzenden beim Zollamt Garching-Hochbrück

BDZ vor Ort: Dienststellenbesuch des HPR-Vorsitzenden beim Zollamt Garching-Hochbrück

Der BDZ besucht Dienststellen vor Ort und hört sich die Probleme an. Der HPR-Vorsitzende Thomas Liebel war in München beim Zollamt Garching-Hochbrück zu Besuch:

"BDZ vor Ort

Dienststellenbesuch beim Zollamt Garching-Hochbrück

Am 11. November besuchte der Vorsitzende des Hauptpersonalrats beim BMF und stellv. BDZ-Bundesvorsitzende, Thomas Liebel, das Zollamt Garching-Hochbrück. Als „das Zollamt für München“ gehört Garching-Hochbrück mit einer Personalstärke von 40 AK zu den größten Binnenzollämtern in Deutschland.

Begrüßt wurde Koll. Liebel von der Leiterin des HZA München, RDin Dr. Stephanie Nusser, der Zollamtsleiterin, ZOARin Brita Krug sowie den Kollegen ZAM Florian Drobilitsch und ZOIin Julia Tkocz.

ZOARin Krug präsentierte zu Beginn die Zahlen der Zollstelle: bedingt durch eine Vielzahl großer international agierender Unternehmen weist das Zollamt eine besonders hohe Zahl an Exportanmeldungen auf. Durch den Messestandort München und viele Museen, Galerien und Auktionshäuser spielt in Garching die Vorübergehende Verwendung ebenfalls eine zentrale Rolle. In den Abfertigungszahlen für 2021 schlägt sich zudem der Brexit mit einem Anstieg von rund 20% in allen Abfertigungsbereichen deutlich nieder.

Liegenschaft und Umzug

Beim anschließenden Rundgang durch das Zollamt erhielt der HPR-Vorsitzende einen Eindruck von den Besonderheiten der Liegenschaft. Aufgrund eines auslaufenden Mietvertrags ist ein Umzug der Dienststelle geplant. In Hinblick auf die besonderen Anforderungen an ein Zollamt mit Amtsplatz gestaltet sich gerade in der Hochpreisregion München die Suche schwierig. Ein bereits eingeplantes Objekt wurde vom Vermieter kurzfristig anderweitig vergeben. Nach derzeitigem Stand wird nun ein Neubau im Münchner Südosten geplant. Hierbei appellierte Zollamtsleiterin Krug, dass man bei der Planung auch die Belange der Beschäftigten berücksichtigt: die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Beschäftigtenparkplätze, eine bedarfsgerechte Größe und Ausstattung von Büros und Sozialräumen waren dabei nur einige Punkte. Koll. Liebel sagte hier seine Unterstützung zu und dass er die Entwicklung als HPR-Vorsitzender begleiten werde.

Im Gespräch mit den Beschäftigten sowie der Leitung wurden weitere Themen angesprochen, die die Zollamtsbeschäftigten belasten:

Mobiles Arbeiten

Ein Thema, das großen Unmut hervorruft, ist die Art und Weise der Präsentation der neu geschlossenen Dienstvereinbarung zum Mobilen Arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen des Zollamts fühlen sich hier ein Stück weit „vergessen“. Bei einer Dienststelle mit festen Öffnungszeiten und nicht geringem Publikumsverkehr ist das mobile Arbeiten überhaupt nur sehr eingeschränkt möglich. Zollamtsleiterin Krug wies zudem auf die stets angespannte Personalsituation hin, die die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten in Garching nahezu unmöglich macht. Mehr als vereinzelte Tage, die man kurzfristig einplant, sind einfach nicht möglich. Bei der Umsetzung der Rahmendienstvereinbarung darf keine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ innerhalb des Zolls entstehen. Vielmehr müssen die Besonderheiten des Abfertigungsdienstes im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit des mobilen Arbeitens durch das Audit Beruf und Familie der Generalzolldirektion und die zuständigen Interessenvertretungen stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Ansehen des Abfertigungsdienstes

Im Zusammenhang mit dem Mobilen Arbeiten wurde auch das Ansehen des Abfertigungsdienstes sowie die schwierige Personalgewinnung besprochen. Aus Sicht der Abfertigungsbeamten liegt der Fokus der Zollverwaltung auf dem Vollzugsbereich. Die Außendarstellung des Zolls in den Medien unterstützt diese Sichtweise, sodass Nachwuchskräfte die Tätigkeit beim Zollamt oftmals als „fade“ empfinden. Gerade in München ist mit dem Zollfahndungsamt sowie dem Flughafen eine breite Auswahl an anderen Tätigkeiten vorhanden. Für die jungen Nachwuchskräfte spielt dabei auch der monetäre Aspekt eine Rolle. Zwar wurde mit der Bereichszulage für die Zollstellen eine weitere Gehaltskomponente geschaffen, die sich aber mit der Erhöhung der Polizeizulage wieder neutralisiert hat.

Finanzielle Aspekte

In diesem Zusammenhang wurden von den jungen Probezeitbeamten auch die Themen Ballungsraumzulage, Staatsbedienstetenwohnunterkünfte sowie kostenlose Nutzung der Bahn angesprochen.

Ausbildung der Nachwuchskräfte

Wegen der erhöhten Einstellungszahlen und dem Umstand, dass das HZA München nur zwei Zollämter hat, hat sich die Zahl der auszubildenden Nachwuchskräfte in Garching in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Dank der flächendeckenden Einführung von Skype kann die Ausbildung derzeit in einem noch akzeptablen Rahmen und qualitativ anspruchsvoll durchgeführt werden. Von den Ausbildungsbeamten wird dennoch moniert, dass die Ausbildung in der Zollverwaltung nicht als Arbeit gesehen wird, sondern als „Nebenprodukt“, das man im „Vorbeigehen“ erledigt. Für die Zeit „nach Corona“, wenn die Ausbildung wieder überwiegend in Präsenz stattfinden kann, sieht man in Anbetracht der Menge an Anwärtern derzeit wenig Möglichkeiten, die Qualität weiterhin hochzuhalten. Hier muss es eine deutliche Verbesserung geben, die einerseits die Qualität der praktischen Ausbildung sichert und andererseits die Ausbildungsleistung anerkennt.

Digitalisierung

Beim Thema Digitalisierung sehen die Zollamtsbeschäftigten noch sehr viel Potenzial. Zu viele Tätigkeiten werden händisch und papiermäßig erledigt. Von der so viel propagierten papierlosen Verwaltung ist man im Bereich der Zollabfertigung noch sehr weit entfernt.

Im Ergebnis verbleibt ein breites Spektrum an Handlungserfordernissen für attraktivere Rahmenbedingungen der Zollabfertigung."

Quelle: 

BDZ, URL: https://www.bdz.eu/medien/nachrichten/detail/news/dienststellenbesuch-beim-zollamt-garching-hochbrueck.html




 

 


 

 

Dienstag, 4. Januar 2022

dbb: Der öffentliche Dienst benötigt eine Einstellungsoffensive

 dbb: Der öffentliche Dienst benötigt eine Einstellungsoffensive

"Erstmals seit 1999 arbeiten wieder fast fünf Millionen Menschen im öffentlichen Dienst. Angesichts der anstehenden Altersabgänge sind das aber immer noch zu wenige, warnt der dbb.

Knapp 4,97 Millionen Beschäftigte arbeiten für Bund, Länder und Gemeinden.
So viele waren es zuletzt Ende der 90er-Jahre. „Es war bitter nötig, dass die Trendwende geschafft wurde. Denn trotz der Zuwächse fehlen uns immer noch deutlich über 300.000 Leute“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach bei der Veröffentlichung des „Monitor öffentlicher Dienst“ am 3. Januar 2022.
„Die Zahl umfasst sowohl unbesetzte Stellen als auch Schätzungen zu notwendigen Neueinstellung für eine adäquate Aufgabenerledigung. Wenn man sich alleine die erweiterten Betreuungsansprüche für Kleinkinder und die wissenschaftlich empfohlenen Betreuungsschlüssel anschaut, erkennt man die Notwendigkeit einer Einstellungsoffensive sofort. Und das ist nur ein Beispiel unter vielen.“

Das Problem werde sich in den kommenden Jahren nochmal enorm verschärfen.
„Fast 1,3 Millionen Beschäftigte sind bereits heute über 55 Jahre und werden damit in absehbarer Zeit altersbedingt ausscheiden. Angesichts der demografischen Entwicklung wird es eine riesige Herausforderung, entsprechend Nachwuchskräfte zu gewinnen – zumal die Privatwirtschaft ja vor ähnlichen Problemen steht und der Wettbewerb dadurch noch deutlich härter wird“, erklärte der dbb Chef. „Wer meint, die drohende Lücke durch die Digitalisierung von Arbeitsabläufen schließen zu können, ist auf dem Holzweg. Denn erstens erfordert die Modernisierung kurzfristig eher mehr Personal und zweitens wächst die Zahl der Aufgaben durch politische Entscheidungen ständig weiter.“

Der internationale Vergleich zeige zudem, dass Deutschland für seinen öffentlichen Dienst eher bescheidene Mittel aufwende. Silberbach: „Im OECD-Vergleich liegen wir im Mittelfeld bei den Ausgaben für die allgemeine öffentliche Verwaltung. Und gemessen an der Gesamtbeschäftigtenzahl arbeitet bei uns sogar ein sehr geringer Teil im Staatsdienst.
Auch das zeigt: Die immer wieder erzählte Geschichte über den aufgeblähten öffentlichen Dienst ist nur ein längst widerlegtes Vorurteil.“

Quelle: dbb, URL:  https://www.dbb.de/artikel/der-oeffentliche-dienst-braucht-eine-einstellungsoffensive.html




DPolG Hamburg: Polizisten, die von sog. Aktivisten o. Demonstranten bedroht werden - Realität, und strafrechtlich zu verfolgen...

DPolG Hamburg: Polizisten, die von sog. Aktivisten o. Demonstranten bedroht werden - Realität, und strafrechtlich zu verfolgen...




















Quelle: DPolG Hamburg, Twitter, https://twitter.com/DPolGHH/status/1475466785436676099?t=n_iqTFYlZKY2pIGm8njXoQ&s=09

Montag, 3. Januar 2022

dbb: Entwicklung der Ruhegehaltsempfänger (Bund/Land) - demografischer Wandel in der Verwaltung als bundesweites Problem

dbb: Entwicklung der Ruhegehaltsempfänger (Bund/Land) - demografischer Wandel in der Verwaltung als bundesweites Problem

Die dbb beamtenbund und tarifunion weist auf die Probleme des demografischen Wandels im öffentlichen Dienst hin:

"Entwicklung der Anzahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen und Ruhestandseintrittsverhalten im öffentlichen Dienst im Jahr 2020

vgl. auch dbb Info-Nr. 31/2020

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

2020 hat die Anzahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen des öffentlichen Dienstes gegenüber dem Jahr 2019 um 1,5 % oder rund 20.000 auf mehr als 1,36 Mio. zugenommen. Zugleich sind erneut ein relativ niedriger Umfang der Pensionierungen aufgrund von Dienstunfähigkeit und ein hoher Stand der Inanspruchnahme der Antragsaltersgrenzen zu verzeichnen.

Gesamtzahlen:

Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass gemäß der aktuellen Versorgungsempfängerstatistik im Jahr 2020 im öffentlichen Dienst rund 60.300 Pensionierungen (2019: 63.500; 2018: 63.000) angefallen sind. Im Einzelnen ist die Gesamtzahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen von Bund, Ländern und Gemeinden zum Stichtag 1. Januar 2021 auf ca. 1.041.000 (1.1.2020: 1.018.000; 1.1.2019: 991.000) Personen angewachsen. Dies bedeutet insgesamt weiterhin eine stetige Zunahme der Anzahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen der Gebietskörperschaften. Dagegen blieb die Anzahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen der ehemaligen Deutschen Bundespost nahezu unverändert bei knapp 208.000 (1.1.2020: 209.000; 1.1.2019: 209.000), während beim Bundeseisenbahnvermögen die Fortsetzung des bereits seit längerer Zeit andauernden Rückgangs auf nunmehr ca. 85.000 (1.1.2020: 87.000; 1.1.2019: 89.000) Pensionärinnen und Pensionäre zu verzeichnen ist.

Einzelheiten:

Zusammengerechnet ergibt sich zum Stichtag 1. Januar 2021 eine Anzahl von ca. 1.361.000 Ruhegehaltsempfängern und -empfängerinnen des öffentlichen Dienstes (inklusive der privatisierten Bereiche und der rechtlich selbstständigen Einrichtungen). Die 60.300 Zugänge führten damit – abzüglich der Sterbefälle – zu einem Anstieg um über 20.000 Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen im Verlauf des Jahres 2020. Demgegenüber blieb die Gesamtzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Hinterbliebenenversorgung in Form eines Witwen-/Witwergelds nach Beamten- und Soldatenversorgungsrecht mit etwa 355.000 gegenüber dem Vorjahr nahezu gleichbleibend. Hinzu kamen über 21.000 Kinder Verstorbener, welche im gleichen Zeitraum waisengeldberechtigt waren.

Länder:

Einen weiterhin hohen, aber rückläufigen prozentualen Anstieg um 2,5 % an Ruhegehaltsempfängern und -empfängerinnen im Jahr 2020 verzeichneten die Länder (2019: 3,0 %; 2018: 3,2 %) auf etwa 800.000 (2019: 780.800; 2018: 758.100) Personen. Die Zahl der Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen der Länder hat sich somit in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, im Zuge dessen der Anteil der ehemaligen Lehrkräfte an den Versorgungsempfängern und -empfängerinnen der Länder auf über die Hälfte angestiegen ist. Allerdings ist die Zahl der Neupensionierungen bei den Lehrkräften seit einigen Jahren rückläufig und lag im Jahr 2020 bei 17.100 – nach einem Höchststand von 27.900 in den Jahren 2014 und 2015.

Gemeinden:

Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden bewegte sich der Anstieg im Jahr 2020 in einer vergleichsweise hohen Größenordnung. Er belief sich auf 3,8 % (2019: 3,6 %; 2018: 3,1 %) auf nunmehr rund 101.400 (2019: 97.800; 2018: 94.400) Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen.

Bund:

Für den Bereich des Bundes (ehemalige Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter sowie Soldatinnen und Soldaten – inklusive der Bundesbank und der rechtlich selbstständigen Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform) war dagegen im Jahr 2020 nur ein unwesentlicher Anstieg um 0,3 % (2019: 0,6 %; 2018: 0,6 %) auf ca. 146.000 (2019: 145.500; 2018: 144.630) Ruhegehaltsempfänger und -empfängerinnen festzustellen. Unter Berücksichtigung der ehemaligen Bahn- und Postbeamtinnen und -beamten ergibt sich sogar ein Rückgang um 0,7 % beim Bund.

Altersgrenzen:

Nahezu 4/5 der Gesamtzahl der Ruhestandseintritte im Jahr 2020 erfolgte nach dem Erreichen einer Altersgrenze. Diese bestehen bei Beamten einerseits aus den seit 2012 im Ansteigen befindlichen Regelaltersgrenzen und besonderen Altersgrenzen sowie andererseits aus der allgemeinen Antragsaltersgrenze und der besonderen Antragsaltersgrenze bei Schwerbehinderung. Nahezu 41 % der Ruhestandseintritte erfolgte vorzeitig auf Antrag und nur noch 21 % mit Erreichen der Regelaltersgrenze und 15 % mit Erreichen der besonderen Altersgrenze.
Der Anteil der Ruhestandseintritte aufgrund Dienstunfähigkeit belief sich auf 16 % und nach Maßgabe von Vorruhestandsregelungen auf 3 %.

Weitere Kennzahlen:

Die gesamtstaatlichen Ausgaben für Ruhegehälter im Jahr 2020 betrugen 51,0 Mrd. € und zusätzliche 8,1 Mrd. € für Hinterbliebenenversorgung. Der durchschnittliche Betrag eines Brutto-Ruhegehalts stieg im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 50 € auf 3.160 € an. Der durchschnittliche Ruhegehaltssatz im Jahr 2020 betrug gruppenübergreifend 65,8 %.

Hinweis:

Das vollständige Zahlenwerk "Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes" des Statistischen Bundesamtes ist wie gewohnt als Fachserie 14, Reihe 6.1 veröffentlicht worden und unter www.destatis.de abzurufen."

Quelle: dbb-info 51/2021


 

Zoll warnt vor Phishing-Mails und gefälschten Steuerbescheiden

Zoll warnt vor Phishing-Mails und gefälschten Steuerbescheiden

"Achtung vor Phishing-Mails und gefälschten Steuerbescheiden der Zollverwaltung

Der Zoll warnt eindringlich vor Betrug

Bürgerinnen und Bürger melden dem Zoll immer wieder, dass sie Zahlungsaufforderungen erhalten haben, die angeblich von Zollbehörden stammen sollen.
Zuweilen wird in diesen Schreiben mit Strafverfahren, Inhaftierung oder Beschlagnahme von Paketsendungen gedroht. Auch werden oft extrem hohe Steuerzahlungen gefordert und bei umgehender Begleichung eines geringeren Betrags der Erlass der Restsumme in Aussicht gestellt. Bei solchen Bescheiden handelt es sich immer um Fälschungen!

Die Zollbehörden haben ein starkes Interesse daran, dass niemand durch derartige betrügerische Fälschungen geschädigt wird. Wir bitten daher jede Empfängerin und jeden Empfänger, die oder der auch nur einen geringen Verdacht hat, dass mit einem Bescheid einer Zollbehörde "etwas nicht stimmen könnte", unbedingt Kontakt mit dem Zoll aufzunehmen.
Helfen Sie mit, solche Fälschungen aufzudecken und senden Sie verdächtige Schriftstücke elektronisch, per Fax oder Brief an die Kontaktstelle der Zentralen Auskunft mit Ihrer E-Mail-Adresse, Ihrer Faxnummer oder Ihrer Postanschrift. Sie erhalten eine Rückmeldung, wie Sie sich am besten verhalten sollen.

Die Zollverwaltung empfiehlt ferner, sich unter eigener Abschätzung der Erfolgsaussichten an die Polizei zu wenden. Bitte beachten Sie, dass sich die Ermittlungsansätze reduzieren, je mehr Zeit zwischen Erhalt des Schreibens und dem Stellen einer Strafanzeige verstreicht."

Quelle und weiterführende Hinweise: 

https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Postsendungen-Internetbestellungen/Phishing-Mails-und-gefaelschte-Bescheide/phishing-mails-und-gefaelschte-bescheide_node.html


 

Corona-Inzidenz in Bremen: 513,9 am 2.1.2022, Bremerhaven bei 231,6 - die fünfte Welle rollt - 83,1 % Impfquote in Bremen (Zweitimpfungen)...

Corona-Inzidenz in Bremen: 513,9 am 2.1.2022, Bremerhaven bei 231,6 - die fünfte Welle rollt - 83,1 % Impfquote in Bremen (Zweitimpfungen)...

butenunbinnen.de (Radio Bremen Fernsehen) berichtet über die aktuelle Corona-Inzidenzzahl in Bremen mit 513,9 am 2.1.2022. Die Inzidenz in Bremerhaven liegt bei 231,6
Hoffnung im Jahr 2021 geben die steigenden Impfzahlen - seit 27.12.2020 wird in Bremen und Bremerhaven geimpft...
Mit Stand vom 2.1.2022 wurden 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands geimpft, in Bremen (Bundesland) 87,2 Prozent (Einmalimpfung).
Die Impfgeschwindigkeit hat nach Ostern merklich an Fahrt aufgenommen, da seit diesem Zeitpunkt auch in Hausarztpraxen geimpft wird. Und seit Mitte Juli 2021 ist absehbar, dass endlich genug Impfstoff für alle Erwachsenen da ist - das Versprechen ein Impfangebot für alle bis Ende Juli 2021 von der Bundespolitik wird eingehalten...
Im Sommer 2021 sinkt sogar die Impfbereitschaft...
Am 11.3.2021 wurde von der Europäischen Kommission und der EMA die EU-Zulassung des vierten Impfstoffs erteilt (von diesem Impfstoff ist nur eine Dosis erforderlich).
Mit der aus Südafrika stammenden sog. Omikron-Variante nimmt die fünfte Welle im Winter 2021/2022 sehr stark Fahrt auf.
Der Jahreswechsel 2021/2022 stellt dabei eine sehr große Daten-Erfassungs- und Übertragungslücke dar.
Anfang Dezember 2021 waren zunächst bundesweit 300 Fälle bekannt.
Um Weihnachten 2021 herum sind bereits mehr als 30.000 Fälle in Deutschland bekannt.
Die Omikron-Variante ist nach ersten Erkenntnissen deutlich infektiöser, resultiert jedoch in weniger schweren Verläufen. Aber mehr Infektionen dürften zu mehr Hospitalierungen führen - eine Überforderung des Gesundheitssystems droht...

Mit BionTech/Pfizer und Moderna haben die ersten Vakzin-Hersteller bei der EMA die Zulassung eines Impfstoffs für Jugendliche ab 12 Jahren beantragt und die Zulassung wurde erteilt - ein weiterer Hoffnungsschimmer für den Sommer 2021. Im Herbst 2021 wurde der BionTech/Pfiter-Impfstoff auch für Kinder zw. 5 und 11 Jahren zugelassen.
Auffrischungsimpfungen (sog. Booster) sind für Erwachsene das Gebot der Stunde. Booster sollen zu einer besseren Immunantwort und insbes. zu erhöhten Antikörper-Gehalten führen.
Aktuelle Informationen bei Radio Bremen unter der URL: https://www.butenunbinnen.de...

(Text: Dr. Carsten Weerth)


 

Sonntag, 2. Januar 2022

#bremengegencorona: #Bremen hat die bundesweit höchste 7-Tages-Inzidenz derzeit mit 513,9

#bremengegencorona: #Bremen hat die bundesweit höchste 7-Tages-Inzidenz derzeit mit 513,9

#butenunbinnen berichtet über den bundesweiten Corona-Hotspot #Bremen mit einer Inzidenz von 513.9 (2.1.2021, am Abend)...

Quelle:

butenunbinnen.de, URL:https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/corona-inzidenz-bremen-bundesvergleich-100.html


 

 

BDZ OV Bremen: Neujahrsgrüße 2022 (Glück und Gesundheit)

BDZ OV Bremen: Neujahrsgrüße 2022 (Glück und Gesundheit) 

Der Vorstand des BDZ OV Bremen wünscht ein gutes neues Jahr 2022 und wünscht Glück und Gesundheit.